Woher kommt der Ehering?


EheringeWie selbstverständlich werden heute anlässlich einer Trauung die Eheringe getauscht, sie gelten als das Symbol der Ehe und für die Treue. Ob sie dann immer getragen werden oder im Geldbeutel verschwinden, sei einmal dahin gestellt. Aber woher kommt es, dass der Ring zum Zeichen der Ehe geworden ist. Es gibt unendlich viele Erklärungen, Mysten, Legenden und Geschichten rund um den Ehering.

Der Ring gilt als die Urform des Schmucks. Ihm wurden schon seit je her besondere Kräfte zugewiesen. In Italien aus früheren Zeiten gefundene Ringe wiesen häufig die Form eines kleinen Schlüssels auf. Dies sollte zeigen, dass der jungen Frau mit dem Ring die „Schlüsselgewalt“ übertragen wurde. Verwendet wurde in der Regel Eisen. Dies stand für Bescheidenheit und Treue.

Im alten Ägypten galt der Ringfinger, also der 4. Finger, der linken Hand als der Liebesfinger. An ihm musste vor der Hochzeit der so genannte Liebesring getragen werden. Man war der Ansicht, dass von dort aus eine Blutbahn direkt zum Herz führt, dem Zentrum der Liebe. Und würde die Liebe gebrochen, würde gleichermaßen der Ring brechen. Und die Germanen? Auch sie schworen sich mit dem Ring die gegenseitige Treue und nannten ihn das Pfand der Liebe. So hatten sich in der Nibelungensage Siegfried und Brunhild die ewige Treue  mit einem Ring geschworen.

Überliefert ist, dass das Ende der Nibelungen auf den Bruch des Treueschwurs durch Siegfried zurückzuführen ist. Und warum nun der Trauringe als Zeichen für Zusammengehörigkeit und Liebe? Die runde Form des Eheringes bedeutet Unendlichkeit und Verbundenheit. Liebe und Zuneigung fließen im Kreis des Eheringes immer fort und das soll natürlich immer und ewig anhalten.

  1. No comments yet.
(will not be published)